Faserwettbewerb Quintal del Inca in Peru

Sozialprojekt

  • Projektart: Wettbewerb
  • Projektort: Peru
  • Teilnehmer: Alpakazüchter- und hirten des peruanischen Hochlandes
  • Wettbewerbsveranstalter: hessnatur Mode und hessnatur Stiftung

Der gemeinsam von der hessnatur Stiftung und hessnatur Mode ausgerufene Faserwettbewerb Quintal del Inca in Peru Señor kürt seinen Gewinner. Der peruanische Bauer Señor Días Bustinza überzeugte mit seinen Alpakafasern und freut sich nun auf den Bau des von hessnatur Modekunden gespendeten Hauses, das die Lebensbedingungen der Hirten in der kargen Höhe der peruanischen Anden deutlich verbessern wird.

Die Geschichte: Insgesamt 98 Alpaka-Hirten haben Proben ihrer Alpakawolle eingereicht, um am einzigen Alpakafaserwettbewerb Perus teilzunehmen. Was den Quintal del Inca so außergewöhnlich macht? Während es bei allen anderen Wettbewerben allein um die Schönheit der gezüchteten Alpakas geht, ist hier die Feinheit der Fasern das einzige Kriterium. Dadurch macht der Wettbewerb den Hirten bewusst, wie wichtig die nachhaltige Haltung und sorgfältige Sortierung der Fasern ist: Weil dadurch die Wollqualität steigt und die Hirten einen höheren Marktpreis erzielen.

Ausführliche Analysen und strenge Qualitätskontrollen haben entschieden: Insgesamt neun Preisträger wurden beim Quintal del Inca 2017 für die Qualität ihrer Alpakawolle ausgezeichnet. Glücklicher Sieger und somit Gewinner des Hirtenhauses ist Máximo Odòn Días Bustinza. Der 57-jährige Vater von vier Kindern strahlt vor Freude. Denn seit er 1994 die Alpakas seiner Eltern übernahm, hat er ständig an der Verbesserung der Wollqualität gearbeitet. Besonders stolz ist er dabei auf seine drei Töchter, die mithelfen die Nachhaltigkeit der Tierhaltung zu gewährleisten. Ein kurzes Interview mit Señor Bustinza finden Sie im Magazin von hessnatur.

Mit den Spenden der hessnatur Kunden errichtet hessnatur in Zusammenarbeit mit der hessnatur Stiftung ein autarkes Haus für eine peruanische Hirtenfamilie. Dank der Integration eines Gewächshauses, einer passiven Klimatisierung, sanitärer Anlagen und Ställe wird dieses Gebäude das Leben seiner Bewohner wesentlich erleichtern. Dabei werden soweit wie möglich regionale Baumaterialien und -verfahren eingesetzt. Auch wird darauf geachtet, dass alles stabil und wartungsfrei funktioniert und Reparaturen einfach durchzuführen sind.

Herbstakademie an der AMD Berlin

Hochschulbildung

  • Datum: 26.-29.09.2017
  • Veranstaltungsort: AMD Berlin
  • Veranstaltungsart: Mehrtägige Akademie
  • Teilnehmer: Studierende aus den Studiengängen Modemanagement und -journalismus. Sowie Experten der nachhaltigen Modebranche Berlins.
  • Referenten/Panelists:
  • Rolf Heimann, Ariane Piper, Alexandra Woithe, Elisabeth Busse, Dorothea Barth, Ina Budde, Nina Lorenzen, Christina Wille

Nachhaltigkeit als Wertetreiber und Wissenspool steht immer stärker im Mittelpunkt branchenübergreifender Akteure. Studierende und Hochschulen, die sich diesen gegenwärtigen Themen aufgeschlossen zeigen und auf aktuelle Strömungen eingehen, profitieren von einem enormen Mehrwert. Sowohl als Institut, sowie zukünftige Fachangestellte im Unternehmen als auch als Individuum. Die AMD Berlin hat diese Relevanz erkannt und ihren Studierenden einen viertägigen Intensivworkshop zum Thema Slow Fashion, geleitet durch die hessnatur Stiftung, angeboten.

Die Slow-Life Bewegung tritt als Kontrast zu schnelllebigen Konzepten immer stärker in die Gesellschaft ein. Neben Bereichen wie Food und Living ist es auch die Slow Fashion Bewegung, die neue Herangehensweisen in die Mode- und Textilindustrie trägt.

Mit langsam und altmodisch hat die Strömung jedoch nichts gemeinsam. Im Gegenteil: Junge Brands stellen mit vielseitigen Business und Produktentwicklungen den Markt auf den Kopf. Was gestern noch utopisch klang, ist übermorgen schon alt. Eine Lederjacke wird aus schwarzem Kork gefertigt, mit Algen wird gefärbt, 3D-Drucker setzen jeden individuellen Wunsch um und Transparenz in der Produktionskette wird dank innovativer Technik zum spielerischen Bildungstool.

In der Herbstakademie an der AMD Berlin analysierte die hessnatur Stiftung gemeinsam mit 27 Studierenden Slow Fashion Konzepte und übertrug sie in die Praxis. Die sehr gute Annahme des Workshops spiegelte von Beginn an die Relevanz und Popularität des Themas wieder.

Den Auftakt machte eine Grundlagenpräsentation durch den Stiftungsvorsitzenden Rolf Heimann. Der Paradigmenwechsel in der Mode, das holistische Prinzip und Nachhaltigkeit als Wertetreiber legten das theoretische Gerüst für die spätere praktisch-orientierten Gruppenarbeiten. Dieser didaktische Ansatz steht für unsere auf die Praxis ausgerichtete Methode: Wissensaufbau, Transformation und Anwendung. Im weiteren Verlauf der Akademie erarbeiteten die Studierenden in Kleingruppen individuelle Themen zum Kontext Slow Fashion und präsentierten diese am Ende der vier Tage. Neben viel Raum für Diskussion richtete die hessnatur Stiftung auch zwei Fachgespräche mit Experten ein. Zu Gast waren Ina Budde, die den Gedanken der Kreislaufwirtschaft in der Mode anhand ihres Unternehmens Design for Circularity vorgestellt hat. Nina Lorenzen, Gründerin des grünen Blogs Pink & Green sowie NxM Production, hat ihre Sicht der Kommunikationsarbeit in der Branche eingebracht und Christina Wille ergänzte die Runde mit den Themen Konsum und Handel durch ihre Tätigkeit als Besitzerin der Loveco Filialen. Der persönliche Austausch mit den Machern in der Szene wurde von den Studierenden sehr gut angenommen und wurde zum dynamischen und themenstarken Dialog auf Augenhöhe.

Ein Blitzlicht, bei dem die Studierenden ihren Standpunkt darlegten, brachte es auf den Punkt. Grundlagen konnten in der Herbstakademie der hessnatur Stiftung an der AMD Berlin gelegt und fundiert werden. Darüber hinaus wurde eine Arbeitsatmosphäre des Miteinanders und eine gegenseitige Gewinnsituation geschaffen: Die Studierenden konnten von unserem Praxiswissen profitieren und wir als Stiftung haben abermals erkannt, dass zum Erreichen unserer Ziele, die Vermittlung nachhaltiger Themen an die Entscheidungsträger der Zukunft zentral ist.

Stipendium der hessnatur Stiftung 2017

Engagement

Sarah Maria Schmidt ist Stipendiatin der hessnatur Stiftung 2017. Authentisch und selbstbewusst begründet sie ihre Affinität zum internationalen Nachhaltigkeitsdiskurs in der Textil- und Bekleidungsbranche.

Welches Interesse hat Dich zur Bewerbung eines Stipendiums der hessnatur Stiftung bewogen? Welche inhaltlichen Stiftungsschwerpunkte haben Dich angesprochen?

Von Bedeutung war hier die Kooperation der hessnatur Stiftung mit der ESMOD Berlin. Diese unterstützt einzigartig eine wertvolle Zusammenarbeit mit Experten bereits mit Beginn meines Studiums.

 

Mich haben insbesondere die strategische Nachhaltigkeitsberatung und die Projektarbeit der operativen Stiftung angesprochen. Zudem empfinde ich die geleistete Öffentlichkeitsarbeit als sehr wertvoll. Angestrebt wird der Austausch u. a. mit einem Fachpublikum, um das Gegenüber zu neuem Wissen und Denken anzuregen.

 

Wie passen die inhaltlichen Schwerpunkte und Ziele der hessnatur Stiftung zu Deinen Einstellungen?

Nachhaltigkeit ist ein sehr komplexer Begriff, der ganz unterschiedlich interpretiert wird und werden soll. Man muss akzeptieren, dass es sich hierbei um einen Prozess verschiedener Etappen von Veränderung handelt.

Der internationale Nachhaltigkeitsdiskurs beinhaltet oftmals sehr extreme Formen eines Schwarz-Weiß-Denkens. Das wirkt auf mich äußerst abschreckend. Die Ziele der hessnatur Stiftung sind insofern sehr erfrischend. Lösungen werden aus der Industrie herausgefunden. Es besteht ein umfassendes Netzwerk und ein ganzheitlicher Ansatz.

Die hessnatur Stiftung sucht mit interessierten Unternehmen und Akteuren gemeinsam nach neuen Lösungswegen. Dieser gemeinsame und weniger vorwurfsvolle Weg ist sehr wertvoll. Jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist hart erarbeitet und darf gerne gefeiert werden. Nur darf man sich nicht darauf ausruhen, sondern muss konstant weitere Veränderungen anstreben.

 

Wie siehst Du dich in deiner Rolle als Stipendiatin der hessnatur Stiftung?

Hierzu fallen mir insbesondere die Begriffe Inspiration und Antrieb ein. Aus einer Gruppe von mehreren Studenten heraus für dieses Stipendium erwählt zu werden, ist sehr toll. Es zeigt, dass man an sich glauben soll. Nun möchte ich beweisen, dass ich es verdient habe. Das gibt mir den Antrieb noch tiefer zu gehen, um mir mehr Wissen aneignen zu können. Dieses möchte ich zukünftig auch aktiv in die hessnatur Stiftung einbringen und mich neben dem Studium engagieren. Stipendiatin der hessnatur Stiftung zu sein bedeutet für mich Verantwortung und Vertrauen. Aber auch die Möglichkeit auf Augenhöhe kritisch zu diskutieren und verschiedene Perspektiven zu erfahren und einzubringen.

 

Welche Erwartungen hast Du an das Masterstudium Sustainability in Fashion an der ESMOD Berlin?

Hohe Erwartungen! Ich möchte mir ein umfassendes Wissen zum Thema Nachhaltigkeit erarbeiten und im Studium so viele Informationen wie möglich sammeln. Das Studium bietet mir die Möglichkeit meine Kenntnisse und Fähigkeiten in verschiedenen Fachbereichen in einem für mich sicheren Umfeld auszutesten, um anschließend mit wertvollen Erfahrungen in die Praxis zu gehen und Argumenten auch in schwierigen Diskussionen entgegenzuhalten.

Den Austausch mit internationalen Studenten, die zumeist vielfältige berufliche Erfahrungen haben, empfinde ich zudem als sehr wertvoll. Es ermöglicht jedem von uns ein Netzwerk aufzubauen und wertvolle Kontakte zu Experten zu knüpfen. Wir lernen voneinander und miteinander.

 

Was möchtest Du mit dem Masterstudium an der ESMOD erreichen?

Ich möchte meinen eigenen moralischen Anspruch an das Thema Nachhaltigkeit im Laufe meiner beruflichen Weiterentwicklung wiederfinden können. Das ist für mich persönlich sehr wichtig. Gesellschaftlich und politisch muss sich etwas bewegen bzw. müssen die Schrauben im System Modeindustrie effektiv und profitabel gedreht werden. Diese Branche muss sich verändern.

 

Hast Du mit Beginn des Studiums eine Präferenz für einen bestimmten Fachbereich entwickelt?

Bestätigt hat sich, dass die Studieninhalte Sustainable Design Strategies und Sustainable Production & Textiles für mich persönlich sehr stimmig sind. Gelehrt werden hier etwa die verschiedenen Möglichkeiten nachhaltiger Design- und Produktionsansätze entlang der textilen Kette. Zudem finde ich die Inhalte zum gesamten Bereich des textilen Materials, seiner Herstellung und Beschaffung und damit die Möglichkeiten und Begrenzungen ökologischer Textil- und Bekleidungsproduktion sehr spannend.

 

An welche bisherigen persönlichen Leistungen kannst Du anknüpfen?

Im Jahr 2015 habe ich mein Double Degree in Fashion Design mit dem Bachelor of Arts an der Angewandten Kunst Schneeberg sowie dem Bachelor of Culture and Arts an der HAMK in Hämeenlinna erfolgreich abgeschlossen. Einige Studieninhalte in Finnland absolvieren zu können, hat mir das Lernen im internationalen Raum ermöglicht. Nachhaltigkeit stand auch hier im Fokus. So beschäftigt sich etwa meine Abschlussarbeit mit der sehr aktuellen Thematik der Transparenz in der Modeindustrie.

Zudem habe ich bereits mehrjährige Erfahrungen u. a. infolge meiner beruflichen Tätigkeit für Akteure im Bereich Fast Fashion.

 

Welche Bedeutung hat das Stipendium für Deinen beruflichen Werdegang?

Mit Beendigung des ersten Studiensemesters erhoffe ich mir zukünftig hinter die Kulissen der hessnatur Stiftung blicken zu dürfen. Wie kann man Unternehmen auf ihrem Weg in Richtung Nachhaltigkeit beraten? Wie lassen sich Projekte zielgerecht und anwendbar an die Praxis kommunizieren und umsetzen?

 

Wie möchtest Du dich zukünftig in den internationalen Nachhaltigkeitsdiskurs (der Textil- und Bekleidungsindustrie) einbringen?

Langfristig betrachtet strebe ich an politisch aktiv bzw. beratend tätig zu sein. Es besteht ein hoher Bedarf zeitnah auf politischer Ebene der EU Änderungen zu bewirken. Hierbei denke ich insbesondere an internationale Standards und Zertifikate, die nicht nur lokal umgesetzt, sondern international bewusster gemacht werden sollten. Die Textilindustrie hält sich hier noch stark zurück.

 

Wie informierst Du dich über aktuelle Themen im Bereich Nachhaltigkeit?

Ideen zur Nachhaltigkeit werden über den Austausch mit anderen Personen getragen. Daher sind Diskussionen und Gespräche mit Studenten der ESMOD und Freunden für mich die Basis für Informationen und Inspiration. Besonders wertvoll finde ich das Buch „To Die for: Is Fashion Wearing Out the World?“ von Lucie Siegle.

 

Welchen Anspruch hast Du an die nachhaltige Entwicklung der Produkte bzw. der Akteure der Textil- und Bekleidungsindustrie?

Der Prozess der Bewusstwerdung einer Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung hat begonnen. Davon bin ich überzeugt. Nun müssen jene die eigene Verantwortung erkennen, um Veränderungen aktiv zu gestalten und zu bewirken. Akzeptiert werden muss jedoch, dass Nachhaltigkeit ein Prozess ist und der Wandel hin zur nachhaltigen Entwicklung nur langfristig geschehen kann. Auf gesellschaftlicher wie unternehmerischer Ebene sollten Entscheidungen und Handeln nicht von Angst vor Transparenz und öffentlicher Kritik dominiert werden. Sicherheit, diesen Schritt zu gehen, kann meiner Meinung nach insbesondere auf politischer Ebene geleistet werden.

 

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich?

Meines Erachtens ist Nachhaltigkeit ein sehr komplexer Begriff. Nachhaltigkeit in Extremen zu denken, also das Schwarz-Weiß-Denken, ist für mich entgegen der Form vieler Diskussionen hierzu nicht zielführend. Die unterschiedlichen Anforderungen, denen verschiedene Unternehmen, Lieferanten und Kunden auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit begegnen, dürfen sich gerne widerspiegeln. Sofern in dem System Welt kein Schaden hinterlassen wird, sondern ganz im Gegenteil ein positiver Abdruck- ökologisch sowie sozial.

Nachhaltigkeit in der Mode umfasst für mich persönlich zum einen die eigene unternehmerische Verantwortung gegenüber dem Konsumenten. Zum anderen natürlich die Verantwortung gegenüber der Umwelt und die soziale Verträglichkeit.

Circular Fashion – How can we close the loop?

Tagung der hessnatur Stiftung und der schwedischen Botschaft Berlin

  • Datum: 03.07.2017
  • Veranstaltungsort: Nordische Botschaften Felleshus
  • Veranstaltungsart: Tagung mit Referenten und Podiumsdiskussion
  • Teilnehmer: Experten und Vorreiter der Textil- und Modeindustrie zur Entwicklung von Kreislaufmode
  • Referenten/Panelists: Adrian Zethraeus (Re:textile) , Jesper Danielsson (Houdini Sportswear) , Ina Budde (ESMOD Berlin) , Prof. Friederike von Wedel-Parlow (Beneficial Design Institute), Achim Lohrie (Tchibo GmbH), Jan Borghardt (Eton AB)
  • Moderation: Rolf Heimann (hessnatur Stiftung)

Zum Auftakt der Fashion Week veranstaltete die hessnatur Stiftung gemeinsam mit der schwedischen Botschaft eine Tagung zum Thema „Circular Fashion“. Mehr als 130 Gäste aus der Textil- und Modebranche waren der Einladung ins Felleshus der nordischen Botschaften gefolgt, um Antworten auf die Frage „How can we close the loop?“ zu hören.

Nach Willkommensworten von Carl Michael Gräns, Berater für Medien, Kommunikation und Wirtschaftsförderung der schwedischen Botschaft und Anna Liberg, Handelskommissarin von Business Sweden leitete der Stiftungsvorsitzende Rolf Heimann mit der Vorstellung des „Holistic Circular Fashion Concept“ in die Thematik ein und moderierte durch den Abend.

Adrian Zethraeus, Projektleiter von Re.textile stellte neue Ansätze zur Schließung des Kreislaufes vor. Als Beispiel aus der Praxis präsentierte er eine Kollektion von Lindex in Kooperation mit Re:textile aus upcycled Denim

Jesper Daniellson, Head of Design von Houdini Sportswear beeindruckte das Publikum mit der Vorstellung des „Houdini Menu“ und ging auf die Prinzipien ein, die die Sportmarke einführen musste, um in langer Entwicklungsarbeit, vollständig kompostierbare und sogar essbare Kleidung zu entwickeln.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die Experten der Industrie weitere Aspekte und Lösungsansätze zur Schließung des Kreislaufes. Festzuhalten ist, dass es nicht einen Lösungsweg gibt, sondern viele verschiedene Schritte unternommen werden müssen, um eine ganzheitliche Lösung zu erzielen.

Der Abend fand seinen Ausklang beim Empfang mit Ausstellung der Teilnehmer und gab bei Livemusik und Snacks die Gelegenheit zum Networken und Meinungsaustausch. Die Reputation der Veranstaltung war sehr gut. Die Gäste zeigten sich begeistert über die Beiträge, besonders gelobt wurden die Tiefe und Konkretisierung der Lösungsmöglichkeiten.

Bildquelle: Josephine Gäbler/Schwedische Botschaft

German Swedish Exchange on Sustainable Fashion

Seminar mit Königin Silvia von Schweden

  • Datum: 07.10.2016
  • Veranstaltungsort: Bikini Berlin
  • Veranstaltungsart: Seminar und Ausstellungseröffnung
  • Teilnehmer: Unternehmensvertreter, Presse, NGOs
  • Referenten/Panelists: u.a. Elin Larsson (Filippa K), Hendrik Heuermann (H&M), Professorin Rebecca Earley von der University of the Arts in London

Im Rahmen des Staatsbesuchs Ihrer Majestät Silvia von Schweden, lud die hessnatur Stiftung am 07.10.2016 zu einem deutsch-schwedischen Austausch zum Thema nachhaltige Mode.

Das in Kooperation mit der Schwedischen Botschaft, dem Swedish Institute und der Esmod Berlin organisierte Event im Bikini Berlin bot eine spannende Diskussions-Plattform für Experten der Textilbranche. Moderiert durch den hessnatur Stiftungs-Vorstand Rolf Heimann wurde das Tagesprogramm von der schwedischen Königin persönlich eröffnet.

Unter dem Leitgedanken „Facing the paradigm shift – The relevance of sustainability” mit Sprechern wie Hendrik Heuermann (Nachhaltigkeitsmanager H&M), Sustainability Director Elin Larsson von Fillipa K, Professorin Rebecca Earley von der University of the Arts in London und Bernd Hinzmann vom Inkota-Netzwerk rundete eine hochkarätig besetzte Podiums-Diskussion die Veranstaltung ab.

Beim anschließenden Meet & Greet, konnten bei Drinks und Fingerfood die spektakulären Papierkreationen der schwedischen Künstlerin Bea Szenfeld in der noch bis zum 29.10.2016 dauernden Ausstellung „Everything you can imagine is real“, bewundert werden.

Video & Bildmaterial von der Veranstaltung

Tag der Nachhaltigkeit

Veranstaltung

  • Datum: 30.06.2015
  • Veranstaltungsort: INNSIDE Melia, Neue Messe München
  • Veranstaltungsart: Seminar und Workshop
  • Teilnehmer: Mitglieder des DTB Dialog Textil Bekleidung
  • Referenten: B. Hinzmann, K. Borgschulze, R. Heimann, P. Kugler

Gemeinsam mit dem DTB – Dialog Textil-Bekleidung und Consulting Service International Ltd. Hongkong richtete die hessnatur Stiftung am 30.06.2015 den „Tag der Nachhaltigkeit“ des DTB aus. Als Teilnehmer waren mehr als 60 Mitglieder des DTB im Münchner INNSIDE Melia Hotel erschienen – ein tolles Zeichen, dass das Thema Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert in den Unternehmen hat.

Am Vormittag gab Keynote Speaker Berndt Hinzmann von INKOTA einen Einblick in die Erwartungen der Gesellschaft an die Textilbranche. Im Anschluss berichtete Karl Borgschulze von CSI Ltd. Hongkong warum die Branche einen Paradigmenwechsel hin zu nachhaltigen Geschäftsprozessen braucht und wie dieser zu erreichen ist. Danach stellte Rolf Heimann den Anwesenden die Hintergründe und Anforderungen des Bündnis‘ für nachhaltige Textilien des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit) vor.

Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmer in Workshops erarbeiten, was für ihre Unternehmen die größten Herausforderungen des Paradigmenwechsels darstellt. Die interessanten Ergebnisse wurden im Anschluss im Plenum präsentiert. Zum Abschluss der Veranstaltung stellten Rolf Heimann und Karl Borgschulze ein Projektkonzept vor, dass es den Unternehmen erleichtert, die Anforderungen des Bündnis‘ für nachhaltige Textilien umzusetzen.

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Tag der offenen Tür im BMZ

Podiumsdiskussion

  • Datum: 30.08.2015
  • Veranstaltungsort: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Berlin
  • Veranstaltungsart: Tag der offenen Tür, Podiumsdiskussion
  • Teilnehmer: Vertreter aus der Mode- und Textilbranche, Parlamentarischer Staatssekretär
  • Referenten: E. Perbandt, F. von Wedel-Parlow, R. Heimann, M. Schaffrin, T. Silberhorn

Jährlich lädt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter Leitung von Dr. Gerd Müller zum Tag der offenen Tür.

Neben internationaler Musik, Tanz und Gerichten aus Afrika gab es eine Fashion-Show mit fair produzierter Mode sowie eine Podiumsdiskussion über nachhaltige Textilien.

Im Rahmen dieser Diskussion debattierte der Vorstand der hessnatur-Stiftung Rolf Heimann mit Vertretern aus der Modebranche wie Magdalena Schaffrin und dem parlamentarischen Staatssekretär Thomas Silberhorn konstruktiv über Green Fashion und das von Herrn Dr. Gerd Müller ins Leben gerufene Bündnis für nachhaltige Textilien. In der sehr konstruktiven Diskussion konnte Herr Heimann unter Zustimmung der anderen Diskutanten festhaltend herausstellen, dass es sich beim Textilbündnis, in dem bereits über 150 Firmen vereinigt sind, um eine sehr wichtige Initiative handelt, deren Ziele und Prozesse über ein Zeitschiene realistisch und erreichbar für die Mitgliedsunternehmen gemacht werden.

Anlässlich dieses Tages der offenen Tür hatte das BMZ einen Sonderstand für das Textilbündnis aufgebaut, sodass sich Interessierte dezidiert darüber informieren konnten. In einer mobilen Kleiderbox konnten die Besucher erleben, wie Entwicklungspolitik und Mode zusammenhängen. Die Firma Hessnatur präsentierte sich ebenfalls mit einem Stand und konnte zeigen, dass fair produzierte Mode auch trendig und aktuell sein kann.

Let’s change the Fashion System

Wettbewerb

Let‘s change the fashion system! Ein Wettbewerb für eine faire Modeindustrie

  • Wettbewerb
  • Gesucht werden Konzepte, die geeignet sind, die Modebranche fairer und sozialer zu machen
  • Preis: Teilnahme am Applied Sustainability Bootcamp der hessnatur Stiftung
  • Einsendeschluss ist der 31.03.2018

FEMNET hat den Wettbewerb „Let’s change the fashion system!“ ausgeschrieben. Dabei werden Geschäftsideen für eine faire Modeindustrie gesucht. Teilnehmen können Studierende und Absolvent_innen von Hochschulen. Kleidung soll schließlich inspirieren und nicht für Zwangsarbeit und Ausbeutung stehen. Wie kann faire Produktion in der Bekleidungsbranche zum Standard werden? Welches Geschäftsmodell ist nachhaltiger und gerechter? Den Preisträger_innen winkt eine Teilnahme an einem Sustainability-Bootcamp der hessnatur-Stiftung. Der Wettbewerb soll Bewerber_innen dabei unterstützen, dass ihre Konzepte in der Industrie tatsächlich Wirkung entfalten. Kooperationspartner für den Wettbewerb sind die Fair Wear Foundation, die hessnatur Stiftung und die Cum rationegGmbH. Finanziert wird der Wettbewerb von der Cum ratione gGmbH und Engagement Global im Auftrag des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).

Eine Jury aus Vera Köppen (Fair Wear Foundation), Rolf Heimann (hessnatur Stiftung), Kerstin Haarmann (Cum ratione) und Gisela Burckhardt (FEMNET) bewertet die Einsendungen.

Mehr Informationen auf fairschnitt.

hessnatur Stiftung-Preis 2017

Interview

Ana Melissa Ortuño de León ist Trägerin des hessnatur Stiftung-Preises 2017. Den
Nachhaltigkeitsschwerpunkt ihres Abschlussprojektes „Denim Footprint“ an der ESMOD Berlin setzte die Mexikanerin herausragend um. Mit der Entwicklung ihrer Guideline hat sie einen wichtigen Grundstein gelegt und Anforderungen einer globalen, nachhaltigen Denim Produktion für Wissenschaft und Praxis handhabbar gemacht.

How did you benefit from your educational history and employment experiences?

I studied Bachelor of Arts in Fashion and Textile Design, focusing on ready-to-wear, and experiencing with upcycling, recycling and natural dyeing. My Graduate Collection, was the first formal approach to Sustainability, through the use of Eco-Denim developed by Telas Parras, one of Mexico’s biggest denim mills in 2009.

Seven years working in Fashion Buying, Marketing, Patternmaking and Product Development, made me understand the alarming state of the industry.

In 2015 I obtained a Graduate Specialization in Textile Design and afterwards made the decision to engage formally into sustainability to find solutions to the inhumane and negative impacts present throughout the production of fashion.

When did your interest in sustainable textiles and production start? Who, or what, inspired you to enter the field of sustainable fashion?

Along the way, I’ve got inspired by different people I met both as a student and in my work experience: From Textile engineers, teaching me the technical details of fabric construction, dyeing, processing, and the importance of proper disposing of chemical residue. By working with Mexican textile artisans, that helped me value handicrafts, culture and the use of natural fibers (cotton and wool); and by conversations with seamstresses and factory workers, that made me realize, that not only in Asian countries, but in my own (Mexico), working conditions in garment factories are not decent and should not be tolerated.

Why did you choose to enroll in a program that focusses on sustainability in fashion and is located in Germany?

I started researching about Sustainability degrees four years ago. Through the research I came across to this program, and all the designers, brands and shops focused on sustainability here in Berlin. Since most international brands are based in Europe, I wanted to have a bigger understanding of the industry, the challenges and the way to enable change.

What is your initial idea and personal motivation behind your project “Denim Footprint”?

My motivation came from my vision, that in the future all garments are sustainable, so every consumer, no matter their social status, can afford and wear clothes that make no harm to the people or the environment. Being Jeans, such a ubiquitous garment, I decided to focus on denim to promote the democratization of sustainable fashion.

Melissa, you chose an innovative approach of a life cycle assessment to develop your project. Could you specify the reason for this key approach and how you identified the particular aspects/KPIs?

In the industry, the conventional Life Cycle comprehends from Fiber to Consumer. On the New LCA I propose, the Life of the product (and the impacts that come along) should start in the Design Stage and follows all the steps of the Supply chain, User phase and the End/Beginning of life of the garment. In this way, garments are DESIGNED thinking of their end of life, which should be the Start of a new fiber, garment or nutrient.

Through my research, I was able to identify, for each of this four steps (Design, Production, User and End/Beginning of life) what are the most harmful processes. I identified the use of natural resources, the pollution of waterways, the working conditions, health issues for workers and consumers, and the importance to integrate a circular lifecycle.

Melissa, while undergoing your internship with the hessnatur Stiftung you will continue working on your innovative life cycle assessment. What are your expectations on the collaboration with our experts?

My project, Denim Footprint, and the New Denim LCA, was framed by theoretical research, based on industry reports and academic investigation. In this opportunity I will have in the Hessnatur Stiftung I would like to get insights from industry experts, to move my project forward from theory to praxis, so the Denim Footprint guideline can be adjusted for the industry, and ready to be used!

Do you have any advice for fashion companies that are just getting started with sustainable aspects of the denim production?

My advice is to take it step-by-step. Choose to focus in one single aspect at first.

For example:

In Design: Design collections that are made to last, and promote this longevity.

In Production: Switch from conventional to Organic Cotton.

In User Phase: introduce new business models by providing upcycling or repair services.

In End-Beginning of life: Promote Recycling of post-consumer waste.

By starting solid on one of the areas, this will become stronger and then a different area can be improved over time.

How do you see your future academic and/or professional career evolving?

I want to get expertise in denim production: visiting cotton mills, garment factories, finishing companies. Have insightful industry experience, on different types of companies; small or large scale, that produce locally or worldwide to understand the different needs and explore the different solutions. I consider myself both an educator and a learner. An ‘educator’ because I enjoy sharing knowledge for the benefit of others; and a ‘Learner’ because in this fast changing industry, new information, technologies and processes are coming each day, and I want to keep updated, either learning trough work experience or on an academic setting.

 

 

 

Responsible Innovators for Fashion & Textiles Summit

Veranstaltung

  • Datum: 08.06.2017
  • Veranstaltungsort: Kulturbrauerei Palais Atelier
  • Veranstaltungsart: Konferenz
  • Teilnehmer: Experten der Textil- und Modeindustrie
  • Referenten/Panelists: Carolin Bohrke, Chris Doering, Dr. Carolijn Terwindt, Anne Prahl

Mit der Entwicklung von innovativen Technologien gehen unbestreitbar Veränderungen in der Zukunft von Mode und Textilien einher. Damit diese Zukunftschancen auch im Sinne der Nachhaltigkeit erfolgen, müssen zahlreiche Hindernisse auf unternehmerische Seite verstanden und verändert werden. Neben sozialen und ökologischen Kriterien geht es speziell auch um neue Unternehmenskulturen und Möglichkeiten.

Der Summit, “Responsible Innovators in Fashion & Textiles“ am 8. Juni 2017 diente als Expertenforum zur Förderung verantwortungsvoller Querdenker und nachhaltiger Strategien. Experten, Macher und Multiplikatoren kamen auf dem Forum zusammen um verschiedene Transformationen und Ansätze in der Branche vorzustellen.

Die Veranstaltung wurde eingeleitet mit Keynotes von Vertretern von ECCHR, dem Design Research Lab und dem Frauenhofer Center for Responsible Research and Innovation, die  Einblicke in den Stand ihrer Arbeit gaben. Als Partner des RIFT-Summit 2017, ergänzte die hessnatur Stiftung das Programm und stellte die Notwendigkeit für einen Paradigmenwechsel im Kontext nachhaltiger Mode und Textil zur Diskussion. Carolin Bohrke sprach über die Bedeutung von Transparenz in der Textil- und Modebranche und die interdisziplinären Chancen durch eine Nachhaltigkeitsstrategie für Unternehmen.

Mit diesen Gedankenanstößen im Kopf wurde der zweite Teil der Veranstaltung begonnen. In Workshop Atmosphäre wurde in Kleingruppen zu den Themen „Values“, „Market“ und „Technologies“ neue Leitsätze und Ziele erarbeitet. Ariane Piper von der hessnatur Stiftung Co-moderierte die Gruppe „Values“. Auch in der Ergebnissicherung spiegelte sich der innovative Ansatz. Ein Team an Illustratoren hielt die Inhalte in grafischer Dokumentation fest.

Nachhaltige Denim Bangladesch

Public Private Partnership Projekt

  • Projektlaufzeit: 2014-2016
  • Ort: Bangladesch (Region Rangpur)
  • Thema: Umfassende Optimierung der traditionellen Textilproduktion im Hinblick auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit durch den Aufbau eines Kompetenzzentrums
  • Projektpartner: Classical Handmade Products BD, CSI (Consulting Service International Ltd.)
  • Verantwortlicher Mitarbeiter: Marina Chahboune

Durch die Optimierung der traditionellen Textilproduktion im Hinblick auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit sollen folgende Projektziele erreicht werden:

  • Bewusster Aufbau einer dezentralen Produktion als Gegenmaßnahmen zu dem entwicklungspolitischen Problemfeld der rasanten Urbanisierung
  • Reaktivierung und Optimierung von traditionellen Web- und Färbeverfahren zur Herstellung von qualitativ hochwertigen und ökologisch nachhaltigen Stoffen (Denim) für die Jeansproduktion
  • Die langfristig Schaffung von Arbeitsplätzen, besonders für Frauen, in einem der am wenigsten entwickelten Gebiete Bangladeschs.

Das Projekt befasst sich mit der Herstellung handgewebter Stoffe mit dem Fokus auf Denim, das mit natürlichem Indigo gefärbt wurde. Die Gewinung des natürlichem Indigo erfolgt aus dem Projektgebiet in Rangpur, Bangladesch. Nach der Verspinnung der Bio-Baumwolle wird das Garn in Rangpur von speziell im Rahmen des Projekts ausgebildeten CHP (Classical Handmade Products Bangladesh) Arbeitern mit dem lokalen Indigo gefärbt und anschließend auf Handwebstühlen zu einem Denim verwebt. Seit einigen Jahren erlebt die Kultivierung des Indigos in der Region Rangpur ein „comeback“ (gefördert durch lokale NGOs), allerdings fehlt bisher die gesicherte Abnahme durch einen verlässlichen Produzenten mit ausreichend großem Absatzvolumen.

Eine essenzielle Maßnahme des Projektes sind Schulungseinheiten und Gruppenworkshops, da nur durch eine integrierte Ausbildungsstruktur den Defiziten in der fachlichen Qualifikation von Arbeitern des Mittel-Managements in Bangladeschs Textilindustrie entgegengewirkt werden kann. Die Qualifizierung von CHP erfolgt durch den den Einsatz eines Managementsystems. Das Ziel der Qualifizierung ist die vollumfängliche Sicherstellung von internationalen Sozial- und Umweltstandards im Hinblick auf die Einhaltung der Industriestandards Fair Wear, Fair Trade und GOTS, sowie der Anforderungen der Greenpeace Detox Kampagne.

Hessenleinen

Regionales Anbau-Projekt

  • Projektlaufzeit: 2005 bis heute
  • Projektregion: Wetterau
  • Projektpartner: Bio-Landwirte aus der Region

Leinenfasern, gewonnen aus den Stängeln der Flachspflanze, haben in Europa eine lange Tradition. Der Siegeszug der Baumwolle setzte dem jedoch ein Ende, und heute wird in Deutschland kaum noch Flachs angebaut. Hier setzt das Hes­sen-Leinen-Projekt der hessnatur Stiftung an: Auf etwa sechs Hektar An­bau­fläche im Raum Marburg – Gießen – Alsfeld wird heute in Kooperation mit meh­­reren Biobetrieben wieder Flachs kultiviert, in ökologisch hochwertiger Qua­lität und ohne Chemikalieneinsatz. Da es in Deutschland praktisch keine Lei­nen verarbeitenden Betriebe mehr gibt, erfolgen die weiteren Pro­duk­tions­schritte in Belgien und Litauen.

2005 von hessnatur initiiert, steht das Thema Hessen-Leinen für regionale Produktion, den Erhalt der Artenvielfalt in der hiesigen Landwirtschaft, ökologische Qualität und die Wiederbelebung traditioneller Anbaumethoden. Durch die Moderation des Projektes einschließlich der Betreuung der teilnehmenden Bio-Landwirte sowie die Organisation der weiteren Verarbeitung der Fasern zu Garnen für die Produktion von Kleidung und Accessoires stellt die hessnatur Stiftung die Weiterführung des Projektes sicher. Ganz im Sinne des Gründungsimpulses der Stiftung wird das Projekt für neue Partner und den Markt geöffnet sowie kontinuierlich weiterentwickelt.

Global Conference on Sustainable Manufacturing, Vietnam

Vortrag „Greening the Blues“ & Podiumsdisskusion

  • Datum: 14.07.2015
  • Veranstaltungsart: Webinar
  • Teilnehmer: Mitglieder des INKOTA Netzwerkes in Asien
  • Referentin: M. Neundorfer

Für die Mitglieder des gemeinnützigen INKOTA Netzwerkes in Asien gaben Maren Neundorfer und Rolf Heimann ein Webinar über Nachhaltigkeit in der Lederproduktion. Ziel des Webinars war die Wissensvermittlung darüber, was den Unterschied zwischen nachhaltiger sowie konventioneller Lederproduktion ausmacht Durch dieses Wissen können sich die Partner des Netzwerks vor Ort kompetent für eine ökologisch und sozial verträgliche Lederproduktion einsetzen um somit zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den asiatischen Produktionsländern beitragen zu können.

Nachhaltige Lederproduktion

Webinar für Mitglieder des Inkota Netzwerks in Asien

  • Datum: 16.-18.09.2015
  • Veranstaltung: Global Conference on Sustainable Manufacturing
  • Veranstaltungsort: Ho Chi Minh City, Vietnam
  • Referentin: Marina Chahboune

Eine nachhaltige Ausrichtung globaler Wertschöpfungsketten stellt die Hersteller weltweit vor  Herausforderungen: Produktionsabläufe müssen angepasst, neue Verfahren und Techniken entwickelt, erprobt und eingeführt werden. Die jährlich stattfindende „Global Conference on Sustainable Manufacturing“ bietet  eine Lern- und Austauschplattform für Wissenschaftler, Forscher und Fachleute zu Themen rund um nachhaltige Produktion und damit eine Möglichkeit, Lösungsansätze direkt an die Produzenten zu vermitteln. Im letzten Jahr galt dies gerade auch für den Textilsektor, eine der wichtigsten Branchen im Gastgeberland Vietnam.

In ihrem dreißigminütigen Vortrag „Greening the Blues“ präsentierte Stiftungsmitarbeiterin Marina Chahboune praktische Ansätze für eine nachhaltige Jeansproduktion, mit denen Probleme wie hoher Wasserverbrauch, umweltbelastende Verfahren oder kritische Arbeitsbedingungen angegangen werden können. Die folgende angeregte Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltige Textilproduktion“ bot die Möglichkeit zur Vertiefung.

Videos


German Swedish Exchange on Sustainable Fashion

Sustainable Denim Bangladesh

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